Jugendfeuerwehr Kirchbauna - für einen Tag eine "Berufsfeuerwehr"


Die Jugendfeuerwehr Kirchbauna erlebte den Ablauf einer Berufsfeuerwehr - 24 Stunden lang. Die Jugendwarte hatten alles vorbereitet. Es gab eine Feuerwehrwache, einen Unterrichts- einen Schlaf- und einen Aufenthaltsraum. Jeder bekam eine Aufgabe, wie z.B. den Küchendienst oder nahm als Zentralist die Notrufe entgegen. Nachdem wir uns häuslich eingerichtet hatten, wurde uns der Ablauf eines Berufsfeuerwehrtages erklärt. Doch plötzlich kam ein unerwarteter Anruf, auf den es sofort zu reagieren hieß. Also startete die Jugendfeuerwehr zu ihrem ersten Einsatz. Einem älteren Mann war versehentlich seine lebenswichtige Medikamentendose in einen Gully gefallen. Nach erfolgreich beendetem Einsatz und einem überglücklichen älterem Mann, kehrten wir zurück zum Feuerwehrhaus um mit Theorie- und Praxisunterricht weiter zu machen. Um ca. 21.00 Uhr kam der nächste Einsatz: Lichterloh brannte ein  Heuhaufen. Nach gelungener Brandbekämpfung mit Einsatz der detailgetreuen Atemschutzgeräte, fuhren wir zurück. Müde und erschöpft von den Einsätzen gingen wir voller Erwartung auf die Nacht ins Bett. Die Nacht war kurz, denn um 5.50 Uhr wurden wir von einem erneuten Alarm aus den Betten geworfen. "Alarm!!! Hilflose Person im Wald" hieß die Einsatzmeldung. Die vermisste Person wurde nach knapp 30 Minuten gefunden.

Wieder am Feuerwehrhaus angekommen, haben wir uns für den Frühsport fertig gemacht. Danach stärkten wir uns mit einem Frühstück. Im Anschluss konnten wir uns einen Rettungswagen des ASB Baunatal ansehen. Die Besatzung des RTW erklärte uns geduldig alle Geräte, wie z.B. die Überwachungsgeräte, etc. Doch plötzlich wurden wir durch eine Alarmierung unterbrochen. Gefahrguteinsatz hieß es! An der Einsatzstelle angekommen, fanden wir einen Pkw mit Anhänger vor, der mehrere Kanister mit einer auslaufenden unbekannten Flüssigkeit geladen hatte. Unter Chemikalienschutzanzügen, sogenannte CSA, und Atemschutzgeräten hieß es, die Flüssigkeit in Behälter umzufüllen. Zurück im Feuerwehrhaus gab es Mittagessen. Danach war ein sehr spannender Unterricht angesagt, bei dem auch die Eltern teilnehmen konnten, um den Alltag eines Berufsfeuerwehrangehörigen  zu erleben. Während des Unterrichts schrillte der Alarm. Alle liefen los, ohne auf die Durchsage zu achten. Zum Glück war es nur eine Funktionsprobealarmierung. Als alle wieder ihre Plätze im Unterrichtsraum eingenommen hatten, ging es mit theoretischem Unterricht weiter, als der nächste Einsatz kam. „Brand in Gebäude! Eine Person wird vermisst!“ Schnell vor Ort musste eine Frau aus einem stark verrauchten Haus gerettet werden. Mit Spineboard und Atemschutzgeräten ausgerüstet, wurde die Frau gesucht, gefunden und schließlich an den Rettungsdienst übergeben. Zum Schluss unseres 24 Stunden Dienstes wurde gemeinsam aufgeräumt. Der Jugendfeuerwehr hat es super gefallen und möchte sich bei den Jugendwarten und ihren Helfern für den tollen 24 Stunden Berufsfeuerwehrtag bedanken! Wiederholung erwünscht!!! (Text: JF Sina Volkwein).