Heißausbildung im „Fire-Dragon“


Am Samstag dem 20.08.2011 stand auf dem Hof der Feuerwache in Altenbauna der Brandsimulationstrailer der Firma Dräger für eine sogenannte Heißausbildung bereit. 32 Brandschützer aus allen Stadtteilen nutzten die Gelegenheit und nahmen an der sehr realitätsnahen Übung teil. In dem Truck werden die Kameraden mit echten Flammen, extremer Hitze, hoher Feuchtigkeit, stark eingeschränkter Sicht und dichtem Rauch konfrontiert. Auf diese Weise können sie so realitätsnah wie möglich den Ernstfall trainieren. Brände in einer Küche, auf einem Sofa, unter einer Treppe, am Gaszähler, an einer Rohrleckage und auch ein sogenannter Flashover können  hierbei nachgestellt werden.

Trotz extremer Hitzeentwicklung in dem Fahrzeug während der Übung werden stets sichere und kontrollierbare Ausbildungsbedingungen garantiert. Gas- und  Temperaturfühler überwachen die Verhältnisse im Brandraum. Bei Überschreiten festgelegter Grenzwerte oder bei Betätigung des Not-Aus-Schalters wird automatisch die Anlage abgeschaltet und durch Zwangsentlüftung und Notbeleuchtung in einen sicheren Zustand versetzt.

Voraussetzung für die Teilnahme an einer solchen Übung ist eine gültige G 26.3  Bescheinigung (Atemschutztauglichkeit), ein erfolgreich bestandener Atemschutzlehrgang, persönliche Feuerschutzkleidung und eine Flammschutzhaube.

Jeweils drei Kameraden gehen zur Übung, die rund 10 Minuten lang dauert, in den Truck. Vom einem Leitstand im Fahrzeug aus kann der Übungsleiter nun verschiedene Szenarien auslösen. Da brennt es plötzlich unter der Treppe, als die Kameraden vom Dach in das Fahrzeug einsteigen. Ein Sofa im Raum steht plötzlich lichterloh in Flammen. Ein Gaszähler in einer Ecke brennt, hier muss neben der Brandbekämpfung auch der Gashaupthahn geschlossen werden. Im hinteren Teil des Trucks kommt es plötzlich zu einem Küchenbrand. Nachdem alle Feuer gelöscht, gibt es über Funk den Befehl zum Rückzug, doch gerade als die Kameraden auf der Treppe nach oben sind, gibt es eine „Rückzündung“ und es brennt erneut unter der Treppe. Noch einmal muss gelöscht werden, dann ist die Übung beendet. Nass vom Löschwasser und durchgeschwitzt kommen die Kameraden aus dem Truck wieder raus.

Besonders für viele jüngere Kameraden war diese Übung ein besonders eindrucksvolles Erlebnis.