Mehrtagesfahrt nach Köln



Alle drei Jahre unternimmt die Jugendfeuerwehr Rengershausen eine Mehrtagesfahrt. Die großen Metropolen bilden als Ziel das Kontrastprogramm zu den jährlich stattfindenden Zeltlagern am See. Nach diversen Ausflügen der vergangenen Jahre nach München und Hamburg musste dieses Mal ein neues Ziel her. Schnell fiel die Entscheidung auf Köln. In um um diese lebendige Stadt sollte es für die Jugendfeuerwehr genug zu entdecken geben.
Gesagt getan. Los ging es am Donnerstagmorgen in Richtung Nordrhein-Westfalen. Das zunehmend bessere Wetter sorgte schnell für gute Laune. Untergebracht waren wir in einem Jugendhotel  in unmittelbarer Nähe zum Dom. Nur wenige Minuten zu Fuß trennten uns von den Einkaufszentren und der Altstadt. Besser hätten wir es also nicht treffen können.
Verglichen mit den letzten Fahrten nach München blieb uns nach der vergleichsweise kurzen Fahrtzeit noch der Nachmittag für Aktivitäten. Ein Besuch des Kölner Zoo mit seinem weitläufigen Gelände schien da als Ausgleich gerade recht. Viel zu beobachten gab es, wobei das Interesse hauptsächlich auf den exotischen und großen Tieren lag. Raubtiere, Affen und Elefanten mit all ihren Eingenarten konnten aus unmittelbarer Nähe bestaunt werden.

Am nächsten Tag stand der Besuch des Phantasialand, einem großen Freizeitpark außerhalb Kölns, auf dem Programm. Unser Mut sich trotz Regen auf den Weg zu machen wurde belohnt: Bei bedeckten, aber trockenem Wetter konnten wir alle Fahrgeschäfte den ganzen Tag lang genießen. Nass wurde es allenfalls in der Wildwasserbahn. Hoch im Kurs standen vor allem die schnellen und spektakulären Fahrgeschäfte. Viele von ihnen sind wir gleich mehrfach gefahren, da es so gut wie keine Warteschlangen gab. Nicht selbstverständlich, wie wir feststellen mussten. Wie es normalerweise läuft zeigten uns die Schilder in den endlos erscheinenden Wartebereichen mit der Aufschrift: „Ab hier warten Sie noch 120 Minuten“. Folglich lautete das Fazit dieses Tages: Allesrichtig gemacht!


Am nächsten Morgen hatten wir die Möglichkeit das Feuerlöschboot der Berufsfeuerwehr Köln zu besichtigen. Ein Kollege der ständig besetzten Wachabteilung nahm sich viel Zeit, erklärte uns allerlei Wissenswertes und beantwortete geduldig unsere Fragen. Am beeindruckendsten war wohl der Wasserwerfer am Bug des Schiffes, welcher 5000 Liter Wasser pro Minute mit einer Wurfweite von bis zu 90m ausbringen konnte. „Die Pumpen sind so stark, da gehen schon mal ein paar Fische durch.“, ließ uns der Bootsführer wissen. Wer sagt's denn – wieder was gelernt.

Am Nachmittag ging es dann von dem Wasser in das Wasser. Im Aqua-Land erwartete uns ein riesiges Freizeitbad mit einer Vielzahl an Rutschen und Pools. Mehrere Stunden stürzten wir uns mit Badereifen durch die Bahnen. Das Highlight war eine Wasserrutsche mit Looping, durch welchen man nach Wegklappen einer Fallklappe unter den Füßen im freien Fall zuraste. Ein einmaliges Erlebnis.
Bevor wir am Sonntagmittag zu unserem nächsten Programmpunkt kamen durfte eine Besichtigung des Doms natürlich nicht fehlen. Zu Fuß erklommen wir die 100m Aufstieg über mehr als 400 Treppenstufen. Die Mühen wurden mit einem fantastischen Ausblick über Köln belohnt.
Beim WDR hatten wir Mittags eine Führung gebucht. Neben den Fernsehaufnahmen wird in den Gebäuden auch das Radioprogramm aufgezeichnet, Orchesteraufnahmen eingespielt und Hörspiele produziert. Letztere waren besonders interessant, da sämtliche Geräusche mit verschiedenen Tricks und Hilfsmitteln eigens erzeugt werden müssen um das Hörspiel glaubhaft zu machen. Wer hätte beispielsweise gedacht, dass ein Haufen Kies unter einem Teppich wie das Stapfen durch tiefen Schnee klingen kann. Die Hörprobe mit geschlossenen Augen hat den Beweis erbracht.
Im Keller des Gebäudes befanden sich die Fernsehstudios. Hier wird beispielsweise die Sportschau im Auftrag der ARD produziert. Was abends im Fernsehen perfekt inszeniert erscheint wirkt aus der Nähe betrachtet eher nüchtern. Beeindruckend, wie Fernsehen funktioniert.
Vier Tage vollgepackt mit Aktivitäten liegen nun hinter uns. Was bleibt ist die Erinnerung an eine tolle Freizeit, viele interessante und lustige Erlebnisse, aber vor allem ein starker Zusammenhalt der Jugendlichen, wovon die Rengershäuser Jugendfeuerwehr noch eine Weile zehren wird. Wir freuen uns schon auf die nächste Fahrt.