Fortbildung am Rettungszug (RTZ) der Deutschen Bahn


Am Samstag (16.10.) trafen sich frühmorgens 20 Kameraden aus Guntershausen, Rengershausen und Altenbauna an der Feuerwache in Altenbauna, um von dort gemeinsam nach Körle zu fahren. Dort stand am sogenannten `Überholbahnhof` der ICE-Strecke bereits der Rettungszug aus Fulda bereit. Die Rettungszüge, kurz RTZ, der Bahn sind für Unfälle aller Art gedacht, speziell zum Einsatz in Tunnelbereichen. Der RTZ besteht aus zwei Loks, davon ist eine mit einer speziellen Kamera ausgestattet, um auch bei einer dichten Verqualmung möglichst zielgenau fahren zu können.

Zwei Transportwagen, diese sind vollständig gasdicht und ausgerüstet mit einer außenluftunabhängigen Luftversorgung. Die mitgeführte Atemluft ist ausreichend für eine Einsatzdauer von bis zu fünf Stunden. In dem  Wagen können bis zu 60 Einsatzkräfte transportiert werden. Im Gerätewagen befindet sich eine umfangreiche Ausstattung für die technische Hilfeleistung und die Brandbekämpfung. Dazu gehören beispielsweise hydraulische Rettungsgeräte wie Schere und Spreitzer, Trennschleifer, Elektroaggregate und Relaisstationen für die Funkkommunikation. Der Löschmittelwagen enthält 20.000 Liter Wasser und 1.000 Liter Schaummittel sowie zwei stationäre Pumpen mit einer Leistung von 1.600 Litern pro Minute. Darüber hinaus werden auf dem Löschmittelwagen 100 Krankentragen sowie zwei Gleisloren zum Transport von Ausrüstung und Material an der Einsatzstelle mitgeführt.

Der Sanitätswagen ist ebenfalls vollständig gasdicht, mit einer außenluftunabhängigen Luftversorgungsanlage sowie einer Schleuse ausgestattet und verfügt darüber hinaus über eine eigene Notstromversorgung. An medizinischer Ausrüstung werden unter anderem 17 Beatmungsgeräte und 400 Infusionen mitgeführt. Der Wagen verfügt über zwei Intensivbehandlungsplätze und 18 Liegeplätze für Schwerverletzte, sowie Sitzmöglichkeiten für Leichtverletzte.

Im Bild wird ein Rollwagen zum transport von Material „getestet“, auf diesen können auch drei Tragetragen mit Verletzten gefahren werden. Unter Anleitung der Ehrenamtlichen tätigen Kameraden Mario Kraft und Jürgen Hofmann, beide Mitglieder der Bahnfeuerwehr Fulda, wurden alle Wagen des RTZ „durchgearbeitet“ und so die allgemeinen Kenntnisse aufgefrischt. Im Einsatzfall werden immer zwei Rettungszüge alarmiert, um jeweils von beiden Seiten an die Unglücksstelle heran zukommen. An festgelegten Übernahmeplätzen erfolgt die Besetzung mit Personal von Feuerwehr, Rettungsdienst und Notärzten. Der RTZ in Kassel wird zunächst von Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr besetzt, zusätzlich kommen dann die an dem jeweiligen Schadensort zuständigen Feuerwehren dazu.