European Firefighter Combat Challenge in Berlin


Vom 4. bis 8. September ging es für 10 Feuerwehrleute aus Baunatal und ganz Europa hoch hinaus. Auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof wurde ab dem 4. September die 7. Berlin Firefighter Combat Challenge ausgetragen. Als krönender Abschluss fand am Sonntag die European Firefighter Combat Challenge statt. Nach der erfolgreichen Teilnahme in 2012, ging es dieses Jahr sogar mit 10 Teilnehmern an den Start.
In Form von 2 Staffelteams (den Parcours teilen sich 5 Personen)   und einem Tandem (den Parcours teilen sich 2 Personen), sowie 9 Einzelstarts stellte man sich der Herausforderung:
Ein 19 kg schweres Schlauchpaket muss 12 Meter hoch getragen werden, dann muss ein Paket mit dem gleichen Gewicht über die gleiche Höhe hochgezogen werden. Anschließend wird ein knapp 80 kg schweres Gewicht geschlagen und ein Slalom über 40 Meter absolviert. Danach mit dem C-Rohr durch eine Schwingtür und einen 80-Kilo-Dummy noch 30 Meter ziehen. Bei der Firefighter Combat Challenge wird den Teilnehmern wirklich alles abverlangt, denn die Challenge soll für die Bedingungen im realen Einsatz trainieren – deshalb laufen die Teilnehmer auch in voller Feuerwehrausrüstung.

In diesem Jahr gingen rund 820 Teilnehmer an den Start. Davon traten rund 400 als Einzelstarter an, 65 als Tandemteams, sowie 60 Staffelteams.
Am Freitag, den 6. September war es dann endlich soweit. Zuerst waren die Staffelteams dran und zeigten, was sie in den Trainingseinheiten der letzten Wochen gelernt haben.
Das TFA Team Baunatal 1, welches in derselben Aufstellung wie letztes Jahr antrat, konnte eine neue persönliche Bestzeit von 01:49,45 Min aufstellen und unterbot damit die Vorjahreszeit um gute 15 Sekunden, was für Platz 18 reichte. Auch das  TFA Team Baunatal 2 legte mit 02:14,69 Min eine gute Figur auf das Paket und erreichte damit Platz 42. Als nächstes war das Tandem aus Christopher Weber  und Daniel Icke an der Reihe. Bei einem guten Lauf von 2:00,62 Min kamen leider noch 2 Sekunden Zeitstrafe hinzu und man schrammte mit 02:02,62 Min ganz knapp an der 2 Minutenmarke vorbei, was aber dennoch für Platz 25 reichte. Zeit für lange Pausen blieb aber nicht, denn eine Stunde später waren die 9 Einzelstarts an der Reihe.

Durch einen glücklichen Zufall waren alle Einzelstarter aus Baunatal direkt nacheinander an der Reihe, was den weiblichen Fanclub ordentlich auf Touren brachte. So brauchte der Moderator spätestens nach dem dritten Lauf nicht mehr ansagen wo wir herkommen und „Baaaunaaataaaaaal“ war dank der Fans in aller Munde. Nacheinander arbeiteten sich alle Baunataler durch den Parcours und gaben ihr bestes.
Am Samstag wurden die ersten Sieger geehrt. Favorit und Toughest Firefighter Alive, Joachim Posanz, wurde bester Deutscher mit einer großartigen Zeit von 1:41,42 Min. Schneller war nur der Franzose Pierre Gregorat.
Zum ersten Mal wurde in Berlin die European Firefighter Combat Challenge ausgetragen. Die 60 besten Einzelstarter und 32 besten Staffelteams der Vortage konnten sich für die Europameisterschaft qualifizieren. Darunter auch das TFA Team Baunatal 1 und als Einzelstarter Maximilian Siebert. Zuerst waren die Staffel KO-Runden an der Reihe, bei denen zunächst Baunatal gegen die Staffel Kreuzberg 2 antrat. In einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen holten die Kreuzberger zu Beginn einen guten Vorsprung heraus, doch auch wenn es schon verloren schien, gab man nicht auf. An der letzten Station gab Mario Baumann nochmal alles und holte den Sieg für die Baunataler mit einem super Schlusssprint.  Eine riesige Überraschung für alle Zuschauer, denn diesen Sieg hatte man nicht erwartet. Somit gehörte Baunatal zu den 16 besten Teams aus Europa und trat in der nächsten Runde gegen das TFA Team Berlin 1 an.
Bis dahin waren aber erstmal die Einzelstarter an der Reihe, bei denen Maximilian Siebert seine Zeit nochmal um 7 Sekunden verbessern konnte und mit 02:06,94 Min auf dem 16. Platz in seiner Altersklasse landete.
Nach den Einzelstarts ging wieder weiter mit den Staffelläufen. Baunatal zwischen den16 besten Teams aus Europa, da wurde schon beim  Aufwärmen im Vorbereitungszelt klar, dass dies nochmal eine ganz andere Liga ist. Verschenken wollte man die „Weiterfahrt“ ins Viertelfinale jedoch nicht, auch wenn man sich dann doch gegen den Vize-Europameister geschlagen geben musste.

In zwei sensationellen Schlussläufen konnten gleich drei Läufer die Streckenbestzeit von 1:40 Minuten unterbieten. Unter Anderem schaffte der Göttinger Alexander Meyer eine Top-Zeit von 01:39,15. Den Titel sicherte sich der Pole Krysztof Krawczyk vor dem Vortagsbesten aus Frankreich. Im Staffelwettbewerb standen sich im Finale die Teams aus Berlin und dem polnischen Stettin gegenüber. In einem spektakulären Lauf sicherten sich die Polen den Europameister-Titel.

Die Ergebnisse:
7. Berlin Firefighter Combat Challenge:

Maximilian Siebert 02:15,20 Rank: 55 AK: 20
Christopher Weber 02:23,46 Rank: 85 AK: 35 First Time!
Fabian Faust 02:35,04 Rank: 131 AK: 63 First Time!