3 Stadtteilfeuerwehren führen gemeinsame Einsatzübung durch

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr, wurde eine gemeinsame Einsatzübung im Rahmen des wöchentlichen Übungsdienstes der Baunataler Stadtteilfeuerwehren aus Kirchbauna, Altenbauna und Rengershausen durchgeführt.

Nachdem die erste Übung eine reine Löscheinsatzübung an der Sporthalle in Hertingshausen war, sollte jetzt eine reine Übung für technische Hilfe auf dem Plan stehen. Ursprünglich sollte ein Verkehrsunfallszenario stattfinden, jedoch musste in letzter Minute aufgrund von organisatorischen Gründen ein neues Szenario geschaffen werden, was bei so viel eingebundenen Einsatzpersonal nicht ganz einfach war. Deshalb beschlossen die Organisatoren kurzer Hand eine zweigeteilte Übung.

Erstes Szenario war ein reiner technischer Hilfe Einsatz. Angenommene Lage, war ein Betriebsunfall auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Rengershausen. Eine Person, war unter verrutschten Strohballen verschüttet und schwer verletzt eingeklemmt und eine weitere Person war zwischen die gestapelten Strohballen gerutscht und kam ohne fremde Hilfe nicht mehr frei.
Ein nicht alltägliches Einsatzszenario, aber umso wichtiger, das Zusammenspiel der Kräfte und den Einsatz des seltener verwendeten Einsatzgeräts zu üben.
Die Kräfte waren in Kreativität und Improvisation gefordert, diese Einsatzlage zu meistern. Unter anderem kamen Baustützen und Rüstholz, sowie das Dreibein mit Flaschenzug und Absturzsicherung von dem Abrollbehälter Rüst des Wechselladerfahrzeugs zum Einsatz.

Beim zweiten Szenario handelte es sich um einen Rettungs-und Löscheinsatz am Feuerwehrhaus.
Die angenommene Lage war eine durch Schwelbrand verrauchte Fahrzeughalle in einem KFZ-Werkstattbetrieb mit zwei vermissten Personen.
Im Innenangriff wurden die zwei vermissten Personen aus der Werkstatthalle unter Atemschutz gerettet und eine Brandbekämpfung vorgenommen und anschließend der Bereich rauchfrei gemacht, mittels Druckbelüfter. Währenddessen wurde auch einer der neuen mobilen Rauchverschlüsse eingesetzt, der verhindern sollte, dass Rauch in das Obergeschoss sich ausbreitet. Des Weiteren wurde über eine Schiebleiter und ebenfalls unter Atemschutz der Schwelbrand unter der Dachhaut des Flachdaches gelöscht.

Am Ende waren sich, wie auch schon bei der letzten gemeinsamen Übung mit gemischten Gruppen, alle Beteiligten einig, dass solche gemeinsamen Übungen einen hohen Nutzen bringen. Im Einsatz werden insbesondere tagsüber wegen dem wenig zur Verfügung stehenden ehrenamtlichen Personals mehrere Stadtteilfeuerwehren zusammen alarmiert, um schlagkräftig genug zu sein. Hier ist es wichtig, dass sich die Kameradinnen und Kameraden aus den unterschiedlichen Stadtteilen kennen und sich aufeinander verlassen können. Aber auch Gerätschaften, die demzufolge von Fahrzeugen anderer Stadtteile einzusetzen sind, werden so besser kennengelernt und routinierter von allen bedienbar. Zudem fördern solche Übungen die Kameradschaft. Diese erfolgreichen gemeinsamen Übungen werden den Beteiligten Ansporn sein, dieses Konzept fortzuführen und auszubauen.