Neue Ära der Kommunikation für die Feuerwehren im Landkreis Kassel


Immer wieder tauchen Berichte in den Tageszeitungen oder im Fernsehen über den Digitalfunk für die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben auf. Großer Aufwand wurde die letzten Jahre betrieben, um ein Sicherheitsfunknetz in der gesamten Bundesrepublik aufzubauen und einzurichten. Schließlich mussten die Belange aller Anwender z.B. Polizei und Rettungsdienste, oder hauptberufliche und ehrenamtliche Einsatzkräfte berücksichtigt werden.

Bei der Beschaffung der Endgeräte hat man in Hessen eine Einkaufskooperation gebildet und auch ein einheitliches Schulungskonzept wurde ausgearbeitet.
Leider tauchen häufig negativ behaftete Berichte auf, die den Digitalfunk in Frage stellen. Dies geschieht oftmals durch Unwissenheit derjenigen, die sich nur einseitig informieren bzw. eher wenig Erfahrung im Umgang mit der neuen Technik haben.

Ein neues Netz, welches einem Mobilfunknetz in den Grundzügen ähnelt, kann nicht einfach aus dem Boden gestampft werden und sofort überall funktionieren.
Die Bedarfsträger konnten diesen Zeitraum jedoch nutzen, um sich über die verschiedenen Möglichkeiten zu informieren, wie sie den Digitalfunk für sich am Sinnvollsten nutzen und welche Gerätevarianten beschafft werden sollen.

In Nordhessen steht das neue Netz nun auch komplett zur Verfügung und einen Kommunikation ist aus technischer Sicht schon möglich. Alle Einsatzkräfte, das sind ca. 2300 Frauen und Männer der Feuerwehren und Hilfsorganisationen, müssen aber für die neue Technik umgeschult werden, um die Infrastruktur zu verstehen und neune Geräte sicher bedienen zu können.
In regelmäßigen Abständen finden seit Jahresbeginn vom Landkreis organisierte Umschulungen für alles Sprechfunkberechtigten statt.
Jetzt können die frisch geschulten Einsatzkräfte weiter mit der neuen Digitaltechnik üben und das Netz auf Herz und Nieren testen.
Werden noch Fehler oder lückenhaft versorgte Bereiche gefunden, können diese weitergemeldet werden und es wird nachjustiert.

Der bisherige analoge Sprechfunk steht och solange zur Verfügung, bis sämtliche Einsatzkräfte geschult sind und das digitale Funknetz hinreichend getestet wurde.
Eigentlich eine tolle Lösung, ohne Zeitdruck und Stress. Denn wichtig ist nicht nur, dass der Digitalfunk sicher ist, sondern auch sicher verstanden und beherrscht wird.
In vielen Städten und Gemeinden hat man ein Konzept geschrieben, wie man sukzessive die Fahrzeuge ausstattet, das Netz im eigenen Bereich in der Testphase nutzt und die Kommunikation standortübergreifend sicherstellt.

Der Digitalfunk ist längst da, auch wenn manch einer immer noch nicht glaubt, dass er kommt.


„Links Christian Kühn, Migrationsbeauftragter Digitalfunk und Sprechfunkausbilder. Rechts Dirk Wicke, Leiter der Feuerwehr Baunatal“



die neuen digitalen Handsprechfunkgeräte der Feuerwehr Baunatal. Mit Ihnen kann man nun in Bereichen funken, in denen niemals Empfang mit der analogen Technik war.