ASB und Feuerwehr Baunatal führen gemeinsamen Übungsdienst durch (Technische Hilfe Verkehrsunfall)

Bei einem gemeinsamen Übungsdienst der Einsatzabteilungen aus Altenritte und Großenritte wurden die Grundlagen der patientenschonenden Rettung aus verunfallten PKW geübt. Mitglieder des ASB RV Kassel-Nordhessen waren ebenfalls bei der Übung dabei.

Bevor es mit der Praxis los ging, erklärte Mirko Gibhardt wichtige Aspekte seitens der Feuerwehr zur Rettung von eingeklemmten Personen. Den medizinischen Part erläuterte Nina Zängerle vom ASB. Um sich in die Lage eines Verletzten bei einem Verkehrsunfall hinein zu versetzten, besetzten zwei Freiwillige den PKW. Dieser wurde mit Manneskraft auf das Dach gedreht. Die beiden Insassen bestätigten, dass sie sich in dieser Lage sehr unwohl fühlten. Aus diesem Grund sollte je nach Möglichkeit immer versucht werden, den PKW wieder auf die Räder zu stellen, damit die Befreiung für die Eingeklemmten angenehmer wird. Die unterschiedlichsten Möglichkeiten, ein Fahrzeug gegen wegrutschen oder umkippen zu stabilisieren wurde unter anderem mit dem „Stab-Fast“- System ausprobiert. Im Anschluss daran ging es mit dem praktischen Teil los. Eine gemischte Gruppe mit Brandschützern aus beiden Stadtteilen besetzte das LF 10. Im Regelfall befindet sich das hydraulische Rettungsgerät auf dem LF 16/12 der Wehr Großenritte. Da dieses jedoch wegen erheblichen Mängeln außer Dienst gestellt wurde, ist die technische Beladung provisorisch auf einem Gestell des Auszugsschlittens für die TS im LF 10 verladen, um wenigstens noch im Notfall sofortige technische Hilfe bei Verkehrsunfällen leisten zu können.

Um die Übung so realistisch wie möglich aussehen zu lassen, stellten sich zwei Kameraden zur Verfügung um als verletzte Insassen zu agieren. Der zuerst eintreffende Rettungswagen übernahm die Versorgung der „Unfallopfer“. Die anschließend eintreffende Feuerwehr erkundete die Einsatzstelle und besprach die Vorgehensweise mit dem Rettungsdienst. Der Beifahrer war „leicht verletzt“ und konnte ohne technische Gerätschaften aus dem Fahrzeug geholt werden. Die Rettung des Fahrers gestaltete sich schon etwas schwieriger. Um weitere Verletzungen bei der Rettung des Patienten zu vermeiden, kam das hydraulische Rettungsgerät zum Einsatz. Unter den strengen Beobachtungen von Mirko und Nina wurde die patientenschonende Rettung eingeleitet. Die Fahrertür wurde geöffnet, um die Versorgung des „Verletzten“ für den Rettungsdienst zu erleichtern. Im Anschluss daran wurde das Dach vom restlichen Teil des PKW abgetrennt und danach abgeklappt. Nun konnte der Patient mit Hilfe des Rettungsbrettes aus dem PKW geholt werden.

Zum Schluss des Übungsdienstes gab es eine Nachbesprechung, bei der kleinere Fehler evaluiert wurden. Die Zusammenarbeit mit dem ASB hat sehr gut geklappt. Letztlich war der gemeinsame Übungsdienst sehr lehrreich und hat viel Spaß gemacht. Ein großer Dank geht an Nina Zängerle und Mirko Gibhardt für die Vorbereitung der Übung.



Mit dem hydraulischen Rettungsgerät wird der B-Holm am PKW durchtrennt.