Bundeswettbewerb der Jugendfeuerwehren

Am Sonntag, den 15.06.2014 fand der Bundeswettbewerb auf Kreisebene für die Jugendfeuerwehren aus Stadt und Landkreis Kassel im Baunataler Parkstadion statt. Insgesamt gingen 27 Mannschaften an den Start.
Die Nachwuchsbrandschützer haben bei diesem Wettbewerb zwei Aufgaben. Eine davon ist der Aufbau eines „Löschangriffs“. Hierbei wird ein B-Schlauch von der Tragkraftspritze (TS) zum vorher gesetzten Standrohr verlegt. Ein weiterer B-Schlauch führt von der TS aus rund 20 Meter bis zum Verteiler. Zwischen TS und Verteiler befindet sich ein „Wassergraben“ (dargestellt durch Farbmarkierungen), in den die Jugendlichen nicht rein treten dürfen, da es in diesem Falle Minuspunkte gibt. Vom Verteiler aus werden zwei C-Schläuche zum ersten Rohr verlegt. Der Angriffstrupp muss dabei über ein Leitergestell klettern. Als nächstes geht der Wassertrupp zur „Brandbekämpfung“ vor. Auch dieser Trupp muss über eine Hürde springen. Zwei C-Schläuche führen vom Strahlrohr des Wassertrupps zum Verteiler. Hiernach bekommt der Schlauchtrupp seinen Auftrag. Er verlegt die dritte C-Schlauchleitung selbst und muss dabei durch einen Tunnel kriechen. Sobald der Trupp den Befehl „Wasser marsch“ gegeben hat, beendet der Gruppenführer die Löschübung. Danach müssen Angriffstrupp und Wassertrupp an einem Knotengestell vier verschiedene Knoten anlegen. Sobald der letzte Nachwuchsbrandschützer den Knoten gebunden hat, wird die Zeit gestoppt. Insgesamt hat die Gruppe 6 Minuten für diese Übung zeit.

Der zweite Teil des Wettbewerbs besteht aus einem Staffellauf, bei dem die Jugendlichen ihre Fitness unter beweis stellen. Läufer 1 rennt 50 Meter und übergibt den Staffelstab an Läufer 2. Dieser übergibt den Stab nach 50 Metern an Läufer 3. Dieser hat die Aufgabe, einen 15 Meter langen C-Schlauch aufzurollen. Im Anschluss daran übergibt er Läufer 4 den Stab. Dieser läuft 40 Meter und muss dabei ein Laufbrett überqueren. Wichtig dabei ist, dass jeder Fuß das Brett mindestens einmal berührt. Läufer 5 liegt auf einer Trage. Nach der Übergabe des Stabes durch Läufer 4 muss er sich den Gürtel und die Handschuhe anziehen sowie den Helm aufsetzten. Erst danach darf er los laufen und den Stab an Läufer 6 übergeben. Dieser reicht den Stab an Läufer 7 weiter. Bei der Übergabe zwischen Nr.7 und Nr. 8 wird ein C-Mehrzweckstrahlrohr mit einem C-Schlauch gekuppelt. Dann wird diese Verbindung mit einem doppelten Ankerstich mit Halbschlag gesichert. Als letztes muss  Läufer 9 einen Leinenbeutel mindestens 8 Meter weit werfen. Dieser sollte genau zwischen zwei Stangen am Zieleinlauf zum Liegen kommen. Sobald Läufer 9 die Ziellinie dann überquert hat, wird die Zeit gestoppt. Insgesamt wird eine Strecke von 400 Metern zurückgelegt.

Nachdem beide Disziplinen erfolgreich absolviert wurden, werden die Punkte zusammen gezählt. In der Gesamtwertung der Jugendfeuerwehren der Stadt Kassel belegte die Gruppe aus Brasselsberg Platz 1, gefolgt von Wolfsanger auf Platz 2. Den 3. Platz belegte die Staffel aus Oberzwehren. Für den Landesentscheid des Bundeswettbewerbs qualifizierten sich die Gruppe aus Brasselsberg, die Staffel aus Oberzwehren sowie die Mädchenmannschaft-Brasselsberg 2.

In der Gesamtwertung der Jugendfeuerwehren aus dem Landkreis Kassel erreichte die Gruppe Martinhagen 1 den ersten Platz. Rengershausen erzielte Platz 2 gefolgt von Martinhagen 2 auf Platz 3. Für den Landesentscheid qualifizierten sich die Gruppen Martinhagen 1, Rengershausen sowie die Staffel aus Calden-Fürstenwald. Die Mannschaft aus Großenritte belegte Platz 11 und die Gruppe aus Altenbauna Platz 21.
Neben Urkunden und einigen Pokalen, gab es für jede Gruppe auch Präsente.
Die Teilnehmer und Gäste des Wettbewerbs wurden mit frischen Waffeln, leckerer Bratwurst, alkoholfreien Getränken und vielem mehr durch das Verpflegungsteam aus Großenritte hervorragend versorgt. Ein großer Dank gilt der Stadt Baunatal für die Benutzung des Stadions und allen Helfern, die für den reibungslosen Ablauf des Wettbewerbs beigetragen haben.


Baunatal-Rengershausen


Baunatal-Großenritte


Baunatal-Altenbauna


Alle drei Trupps müssen auf dem Weg zur „Brandbekämpfung“ Hindernisse überwältigen


In den durch Farbmarkierung dargestellten „Wassergraben“ dürfen die Nachwuchsbrandschützer nicht rein treten