Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr Baunatal-Kirchbauna


Vom 01.-02. November 2014 veranstaltete die Jugendfeuerwehr Kirchbauna einen Berufsfeuerwehrtag. 

Los ging es am Samstag um 12:00 Uhr. Die 24 Stunden Schicht begann mit der Begrüßung der Nachwuchsbrandschützer, der Einteilung der Fahrzeugbesatzungen und dem Aufbau der Feldbetten. Die erste Alarmierung ließ auch nicht lange auf sich warten. Eine kleine Dose mit wichtigem Inhalt verlor ein Mitbürger in dem Gully vor seinem Haus. Mit einer Brechstange wurde der Deckel des Abflusses angehoben und die Dose konnte schnell an seinen Besitzer übergeben werden. Wieder im Feuerwehrhaus angekommen wurde erstmal das Mittagessen verspeist, um somit die Kräfte für die nächsten Stunden aufzutanken.

Nach gut einer Stunde Pause ertönte erneut der Alarmgong. „Keller unter Wasser“, lautete die Durchsage. Am Einsatzort mussten die Jugendlichen einen vollgelaufenen Keller (dargestellt durch einen Schacht) mit Hilfe einer Tauchpumpe leeren. Mehrere B-Schläuche wurden verlegt, um das Wasser auf ein Feld zu transportieren. Nach gut einer Stunde war der Keller wieder trocken gelegt und der Bewohner bedankte sich für das schnelle Eingreifen der Nachwuchsbrandschützer. Nachdem die Beladung wieder auf dem Löschfahrzeug verstaut war rücken die Einsatzkräfte wieder ein. Zurück im Feuerwehrhaus wurde die Erste Hilfe mit Unterstützung der Jugendwarte trainiert. In zweier Teams legten sich die Jugendlichen gegenseitig Druckverbände an und bekamen eine Unterweisung, wie man sich in einem Notfall richtig zu verhalten hat. Nach dem Abendessen konnten sich die Nachwuchsbrandschützer frei nehmen und den Abend nach ihren Wünschen gestalten. Jedoch hatten sie immer ein halbes Ohr in Richtung Alarmgong, um im Falle einer Alarmierung schnell bereit zu sein.

Um 21:00 Uhr ging erneut ein Notruf ein und der Gong ertönte. „Feuer unbekannt“. In Windes Eile wurden die Fahrzeuge besetzt und verließen nach kurzer Zeit die Halle. Schon auf der Anfahrt stellte die Gruppe einen Feuerschein fest und wusste, dass jetzt höchste Eile geboten ist. Mehrere Brandstellen wurden mit C-Roheren bekämpft, eine Wasserversorgung wurde aufgebaut, mit dem Lichtmast am Fahrzeug und Scheinwerfern auf einem Stativ wurde die Einsatzstelle ausgeleuchtet. Nach gut einer Stunde konnte der Befehl „Feuer aus, alle Rohre Wasser halt und zum Abmarsch fertig“ gegeben werden und der Einsatz war beendet. Nachdem die Fahrzeuge wieder einsatzbereit in der Halle standen verschwanden die Jugendlichen sichtlich erschöpft in ihren Betten. Die restliche Nacht blieb glücklicherweise ruhig. Um 08:00 Uhr am nächsten Tag war die Nachtruhe vorbei, „Vermisste Personen im Waldgebiet Altes Holz“ lautete die nächste Alarmmeldung. Mit Blaulicht und Martinshorn fuhren die Einsatzkräfte Richtung Wald. Vor Ort wurde eine Menschenkette gebildet und der Bereich weiteräumig abgesucht. Die Trupps waren mit Erste Hilfe Material und Rettungstrage ausgestattet. Nach einer halben Stunde Suche wurde die Vermisste Person leicht unterkühlt aufgefunden. Mit der Trage transportierten die Retter die Person zum Löschfahrzeug. Dort übernahm der Rettungsdienst die weitere Versorgung des Patienten. Im Feuerwehrhaus wurde dann erstmal ausgiebig gefrühstückt. Danach stand das Thema „Brennen und Löschen“ auf dem Ausbildungsplan. Die Jugendwarte zählten die Gefahren eines Feuers auf und zeigten bei praktischen Beispielen, wie gefährlich es sein kann, ein Feuer mit den falschen Löschmitteln zu bekämpfen. Kurz nach Unterrichtesende kam ein neuer Notruf ein. Eine Schnittverletzung musste mit einem Druckverband versorgt werden. Bei diesem Einsatz konnte das am Tag zu vor aufgefrischte Wissen in die Tat umgesetzt werden. Die letzte Mahlzeit der Schicht wurde gemeinsam zubereitet, selbstgemachte Pizza. Lange Zeit zum Verdauen blieb den Jugendlichen aber nicht.

Die letzte Einsatzmeldung in dieser Schicht lautete „Verkehrsunfall, eingeklemmte Person“. Am Unfallort war ein Kind mit seinem Trampeltrecker von einem PKW mit dem Anhänger überrollt worden. Mit Hebekissen und Unterbaumaterial wurde der Anhänger angehoben und das Kind (dargestellt durch eine Puppe) befreit. Parallel dazu bekämpfte ein Trupp mit dem Schnellangriff ein Enstehungsbrand am PKW und ein weiterer Trupp sicherte die Einsatzstelle vor dem Verkehr ab. In der Einsatznachbesprechung bekamen die Nachwuchsbrandschützer ein großes Lob ausgesprochen und wurden anhand dieses Beispiels über die Gefahren im Straßenverkehr hingewiesen. Die Geräte wurden wieder auf dem Fahrzeug verladen und die 24 Stunden Schicht neigte sich dem Ende zu. Als Dankeschön für die tolle Arbeit der Jugendlichen bekamen sie eine Urkunde für die Teilnahme überreicht.