Mehr Sicherheit und effektivere Suche nach Personen


Die Feuerwehr Baunatal hat aufgerüstet, um den Kameradinnen und Kameraden mehr Sicherheit im Einsatz zu geben und um verbessert nach Personen suchen zu können.

Bereits im letzten Jahr wurde erstmalig eine Atemschutznotfalltasche beschafft.  In diesem Jahr folgten zwei neue Wärmebildkameras der neuesten Generation. Eine bereits vorhandene ältere Wärmebildkamera in Stadtteil Altenritte wurde durch ein neues Modell ersetzt und eine weitere baugleiche wurde jetzt in Stadtteil Altenbauna stationiert. Die zusätzliche Kamera ist in erster Linie in Verbindung mit der Atemschutznotfalltasche in das Atemschutznotfallkonzept der Feuerwehr Baunatal für den Sicherheitstrupp vorgesehen. Gemäß der aktuellen Feuerwehr-Dienstvorschrift FwDV 7 (Atemschutz im Feuerwehrdienst), muss mindestens ein Sicherheitstrupp in Bereitschaft stehen, wenn ein oder mehrere Trupps unter Atemschutz im Einsatz sind. Sollte diesen Kameraden ein Unfall passieren oder sie sonst in Not geraten, ist der Sicherheitstrupp für deren Rettung zur Stelle.

Die Atemschutz Notfalltasche dient dem Atemschutz Sicherheitstrupp als Ausrüstung für Rettung in Not geratener Atemschutztrupps. Ausgestattet ist sie mit einem Pressluftatmer mit Lungenautomat und einem Y-Stück womit der in Not geratene auch über eine dritte Atemluftflasche atmen kann. Desweiteren ist eine sogenannte "Rescue hood" vorhanden. Dies ist eine Kopfmaske welche auch z.B. über einer undichten Atemschutzmaske getragen werden kann und einen Anschluss zu Umluft unabhängigen Pressluftatmern hat. Es kann auch zur Personenrettung durch verrauchte Bereiche genutzt werden.
Ein Rettungstuch, Keile und Bandschlingen sind ebenfalls vorhanden.

Bei den neuen Wärmebildkameras handelt es sich um den neuesten Stand der Technik und im Vergleich zum alten Modell, können jetzt auch Standbilder aufgenommen  und beliebig lange betrachtet werden. So kann der Trupp beispielsweise auch um eine Ecke herum eine Aufnahme machen, ohne dass er sich selbst komplett einer möglichen Gefahr aussetzt. Mit dem alten Modell waren nur laufende Bildaufnahmen möglich und somit konnte ein Trupp die Aufzeichnungen am Display nur sehen, wenn er dahinter stand.

Ebenfalls der erhöhten Sicherheit der Einsatzkräfte, dienen zwei neue CO-Messgeräte.
Diese dienen in erster Linie für den erkundenden Feuerwehrmann, um eine Gefahr von Kohlenmonoxid rechtzeitig zu erkennen, damit sich die Einsatzkräfte nicht in Gefahr begeben und sich ggf. mit umluftunabhängigen Atemschutz schützen können. Darüber hinaus kann das neue Gerät, welches in doppelter Ausführung beschafft wurde und in den Stadtteilen Altenbauna und Rengershausen verlastet wurde, auch die Gefahr von explosionsgefährlichen Konzentrationen in der Luft erkennen und auch vor Schwefelwasserstoff (Faulgase), wie sie z.B. in Silos vorkommen. Ebenfalls kann das Gerät auch die Sauerstoffkonzentration in der Umgebungsluft messen.

Im weiteren Verlauf zeigen wir Ihnen ein paar Beispiele, was mit einer Wärmebildkamera möglich ist.


Neue Wärmebildkamera, CO-Messgerät und Atemschutznotfalltasche


Neues CO-Messgerät


Bild 1 "normal": Erkennen Sie hier eine Person?

Bild 1 "WB-Kamera": schon besser..


Bild 2 "normal": Eine Tafel, erkennen Sie etwas?

Bild 2 "WB-Kamera": so sieht die Tafel durch eine Wärmebildkamera aus.


Bild 3 "normal": Wie voll ist wohl dieser Kanister..

Bild 3 "WB-Kamera": in höhe der 120, sehen Sie den Unterschied


Bild 4 "WB-Kamera": Cerankochfeld

Bild 5 "WB-Kamera": Leider eine kleine Schwäche von Wärmebildkameras, sie können nicht durch Glas gucken.