Nachwuchsbrandschützer erleben Berufsfeuerwehralltag


Zusammen mit der Jugendfeuerwehr aus Battenfeld fand am 23. und 24. Oktober der Berufsfeuerwehrtag in und um Großenritte statt.

Die Nachwuchsbrandschützer trainierten bei unterschiedlichen Szenarien das bekämpfen von Bränden und das retten von Personen. Die im Vorfeld geplanten Einsätze wurden von den Kameraden der Einsatzabteilung vorbereitet und realitätsnah umgesetzt.

Zum Beginn der Aktion wurde am Freitag das Feuerwehrhaus mit Schlafplätzen und einer Leitzentrale entsprechend her gerichtet sowie die Fahrzeugeinteilung und Dienstplan Aufstellung durchgesprochen. Während der anschließenden Fahrzeug- und Gerätekunde kam auch schon der erste Alarm rein. Die automatische Brandmeldeanlage der Erich-Kästner-Schule hatte einen Feueralarm ausgelöst. Sofort wurden in Windes Eile die Fahrzeuge besetzt und zur Einsatzstelle ausgerückt. Die Erkundung vor Ort ergab, dass es sich hierbei um einen Fehlalarm handelte. Zurück am Feuerwehrhaus wurde das Abendessen vorbereitet. Bei selbst belegten Hamburgern wurde über mögliche Geschehnisse der kommenden zwei Tage gerätselt. Gegen 19:45 Uhr wurde der Leitstelle eine Ölspur in der Hamburger Straße gemeldet. Der Einsatzleitwagen (ELW) und das Löschfahrzeug (LF) fuhren gemeinsam zu dieser Einsatzstelle. Ein liegen gebliebener PKW hatte aufgrund eines technischen Defekts mehrere Liter Kraftstoff verloren. Dieser wurde mit einem Bindemittel aufgenommen und entsorgt. Parallel zu diesem Einsatz wurde ein weiterer Notfall gemeldet. Ein Kleinkind war mit dem kompletten Körper unter einem Holzstamm eingeklemmt. Das Hilfeleistungslöschfahrzeu g (HLF) übernahm diesen Einsatz und befreite den Patienten (dargestellt durch eine Übungspuppe) aus seiner Misslingen Lage.

Bis zur Nachtruhe wurde der Abend mit Spielen und dem Fernsehen verbracht. Nachdem es immer ruhiger im Schlafbereich der jungen Brandschützer wurde ertönte ein weiteres Mal der Alarmgong. „Einlauf einer Brandmeldeanlage in Hertingshausen“, so lautete die Einsatzmeldung. Blitzschnell wurde sich die Feuerwehrschutzbekleidung übergeworfen und die Fahrzeuge besetzt. Bei Ankunft konnte schnell Entwarnung gegeben werden. Es handelte sich um einen Fehlalarm. Als die Fahrzeuge wieder einsatzbereit abrücken wollten, kam über die Leitstelle ein neuer Einsatzauftrag. „Mehrere vermisste Personen im Waldgebiet auf dem Blottebürgel“. An der Einsatzstelle wurden zwei Teams gebildet, die sich mit erster Hilfe Ausrüstung und Taschenlampen ausstatteten. Nach gut einer Stunde konnten insgesamt vier Personen, teilweise unterkühlt gefunden und dem Rettungsdienst zur weiteren Versorgung übergeben werden. Die Nachtruhe wurde fortgesetzt.

Der Nächste Tag begann mit einem stärkenden Frühstück. Der erste Alarm an diesem Morgen ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Auf einer Baustelle am Ortsrand gab es einen Arbeitsunfall. Ein Mensch wurde dabei von einem Traktor überrollt, zwei weitere Personen waren verletzt. Die angerückten Einsatzkräfte sicherten zunächst den Trecker, leisteten erste Hilfe und zogen das Fahrzeug mit Hilfe des HLF bei Seite. Zwischenzeitlich musste die Besatzung des LF zu einem weiteren Einsatz abrücken. Eine Katze hatte sich an einem Dachvorsprung verfangen und musste mit Hilfe einer Steckleiter von dort gerettet werden.

Wieder am Feuerwehrhaus angekommen wurde das Mittagessen vorbereitet. Bei Nudeln mit Tomatensoße wurden die Geschehnisse der vergangenen Nacht und des Vormittags nochmals besprochen.
Zwei Stunden vor Dienstende ertönte zum letzten Mal der Alarm. Ein Feuer in einem landwirtschaftlichen Betrieb an der Moltkestraße musste gelöscht werden. Mit Blaulicht und Martinshorn fuhr der Löschzug an die Einsatzstelle. Ein Trupp unter Atemschutz ging zur Brandbekämpfung und Menschenrettung in das Innere des stark verqualmten Gebäudes vor. Ein weiterer Trupp folgte nachdem die Wasserversorgung aufgebaut sowie die Brandbekämpfung von außen eingeleitet wurde. Als zusätzliche Problematik gestalte sich die Situation vor der Scheune. Eine auslaufende Flüssigkeit aus einem PKW galt es, so schnell wie möglich am Austreten zu hindern. Hier wurde als erste Maßnahme eine Schuttmulde untergestellt. Die Entsorgung der Chemikalie übernahm eine Fachfirma
Als die 17 Nachwuchsbrandschützer wieder eingerückt waren, wurde das Feuerwehrhaus in den Urzustand zurückgesetzt und die Fahrzeuge gereinigt. Bedanken möchten wir uns nochmal auf diesen Weg bei allen helfenden Händen und unseren Kameraden aus Altenritte, die uns für dieses Wochenende ihr Mannschaftstransportfahrzeug als ELW zur Verfügung stellten.