Gerätschaften

Hier stellen wir Ihnen einige Geräte der Feuerwehr vor. Zu sehen sind nur einige der wichtigesten Geräte, im ganzen sind aber weitaus mehr Geräte im Einsatz.
Nach und Nach werden wir die Liste erweitern.
Man kann grob in Gruppen zusammenfassen:
  ► Brandbekämpfung
  ► Technische Hilfe
  ► Gefahrgut
  ► Beleuchtungs- und Signalgeräte
  ► Sanitätsmaterial


Brandbekämpfung- Geräte die hier gezeigt müssen nicht zwangsweise nur für die Brandbekämpunf eingesetzt werden, sondern können unter umständen auch für andere Einsatzarten eingesetzt werden.

► Wärmebildkamera Mit der Wärmebildkamera lassen sich versteckte Glutnester z.B. im Dachstuhl entdecken. Bewusstlose Personen können mit der Wärmebildkamera im dichten Rauch schneller gefunden werden. Das Gerät eignet sich auch um Füllstände von z.B. Fässern festzustellen.
► Mehrzweckstrahlrohr Strahlrohre gibt es in verschiedenen Größen. Die gängige Größe C liefert 100 Liter Wasser in der Minute. Ein B-Strahlrohr hingegen hat eine Wasserdurchflussmenge von 400 Litern pro Minute. Mit dem Hebel kann man zwischen Vollstrahl, Wasser halt und Sprühstrahl umstellen.
► Hohlstrahlrohr Diese Strahlrohre werden bei den Feuerwehren jüngst immer mehr beschafft, weil sie gegenüber den Mehrzweckstrahlrohren taktische Vorteile haben. So kann an ihnen die Durchflussmenge in mehreren Stufen verstellt werden. Kleine Wassermengen können abgegeben werden um Wasserschäden zu verringern und bei Bedarf können größere Wassermengen abgegeben werden, ohne dass umständlich ein Mundstück abgenommen werden muss. Im Innenangriff helfen Sie dem Trupp sich besser vor einem Flash-over zu schützen, da sehr schnell und stufenlos von Vollstrahl auf Spühstrahl mit einer Handbewegung umgestellt werden kann, bis zur sogenannten Mannschutzbrause. Je nach Modell gibt es sie mit und ohne Handgriff und mit Durchflussmengen zwischen 20 und 500 Liter pro Minute.
► Standrohr Standrohr und Unterflurhydrantenschlüssel.
Damit an der Einsatzstelle genügend Löschwasser zur Verfügung steht, existieren innerhalb der Gemeinden Wasserleitungen mit Hydranten. Es gibt Oberflurhydranten, die frei stehend im Gelände sich befinden und an diese direkt Schlauchleitungen angeschlossen werden können. Dann gibt es noch die Unterflurhydranten, die wie der Name schon sagt, sich unter der Erde befinden. Für diese benötigt die Feuerwehr das Standrohr, welches in die Kupplung des Unterflurhydranten eingedreht wird und einen Unterflurhydrantenschlüssel, mit welchem man den Hydranten öffnet.
► Zumischer

Mit dem Zumischer wird dem Wasser das Schaummittel aus einem Schaummitteltank oder Kanister zugeführt. An dem Zumischer lässt sich die prozentuale Zumischung des Schaummittels bestimmen und regeln.

► Schaumrohr Bei Bränden, bei denen das Feuer erstickt werden muss, kommt Löschschaum zum Einsatz. Dazu sind spezielle Schaumrohre nötig.
Das Schaummittel wird mit Hilfe des Zumischers, dem Wasser zugeführt .Am Schaumrohr wird zu dem Wasser-Schaummittelgemisch noch Luft hinzugeführt, wo dann der Schaum entsteht. Der Einsatzleiter entscheidet, ob mit Leicht- (mit viel Luftzusatz), Mittel- oder Schwerschaum (mit wenig Luftzusatz) gelöscht wird.
► Schaummittel Schaummittel kann bei Bränden der Klasse A (feste Stoffe) und B (flüssige Stoffe) als Netzmittel dem Löschwasser mit dem Zumischer zugeführt werden. Dadurch hat das Löschwasser nicht nur eine kühlende, sondern auch eine erstickende Löschwirkung. Es wird teilweise in festverbauten Fahrzeugtanks als auch in tragbaren 20 Liter Kanistern mitgeführt.
► Leichtschaumgenerator Der Leichtschaumgenerator wird zur Erzeugung von einem sehr leichten Löschschaum eingesetzt. Zusammen mit einer Zuführung eines Schaum-/Wassergemischs über einen Zumischer. Über einem Ventilator wird der erzeugte Luftstrom mit dem Schaum-Wassergemisch in groß dimensionierte Schläuche gedrückt. Die hohe Verschäumungszahl von bis zu 1000 lässt feine Schaumblasen aus den Schläuchen austreten, ähnlich Seifenblasen, die eine feine Netzhaut über die brennenden Stoffe legen und das Feuer somit ersticken. Insbesondere kommt der Leichtschaum in geschlossen Räumen zum Einsatz.
► Hydroschild

Es ist eine Armatur zur Wasserabgabe. Bauartbedingt wird das unter Druck aus dem Feuerwehrschlauch kommende Löschwasser vor die halbrunde Metallplatte gedrückt und somit im Halbkreis versprüht. Diese bis zu 10 Meter hohe und 30 Meter breite Wasserwand kann zum Abschirmen von Gebäuden bei Wärmestrahlung ebenso dienen, wie auch ein Ausbreiten von giftigen Dämpfen verringern.

► Wenderohr Ein mobiler Wasserwerfer, der am Boden ohne Personal zur großen Wasserabgabe eingesetzt werden kann. Durch die hohen Volumenströme kann eine hohe Löschwirkung, besonders bei Groß-und Industriebränden erzielt werden.
► Saugschlauch

Mit Saugschläuchen wird Wasser aus einem offenen Gewässer oder einer Zisterne mit der Feuerwehrpumpe angesaugt. Die Schläuche der Größe A sind mit einem Drahtgeflecht umwickelt, damit sie sich beim saugen nicht zusammen ziehen.

► Verteiler Der Verteiler wird bei der Feuerwehr im Löschangriff mit am häufigsten verwendet. Er dient dazu eine größere Schlauchleitung in 3 kleinere Schlauchleitungen (C- Schläuche) zu unterteilen und diese gegebenenfalls von der Wasserversorgung mittels Niederschraubventilen oder Kugelhähnen zu trennen. Der mittlere Verteilerabgang besitzt ein Reduzierstück, welches je nach Bedürfnissen abgenommen werden kann und somit eine Größere Schlauchleitung (B- Schlauch) angeschlossen werden kann.
► Feuerpatsche Eines der einfachsten Geräte zum Löscheinsatz und zugleich ein sehr wirksames Mittel bei Wald-und Flächenbränden. Durch die Metallstreifen am Ende des Stiels wird das Feuer am Boden sozusagen ausgestreift. Zur Überbrückung bis zu einer nachhaltigen Löschwasserversorgung, ist sie ein geeignetes Löschhilfsmittel.
► Tragkraftspritze Eine Tragkraftspritze, auch im Feuerwehrsprachgebrauch als „TS“ bezeichnet ist eine Feuerlöschkreiselpumpe, welche die Besonderheit hat, dass diese von dem Fahrzeug entnommen werden können und an den Einsatzort getragen werden kann. Diese hat einen eigenständigen Verbrennungsmotor, welcher die Pumpe antreibt. Der Hauptverwendungszweck dieser Pumpe, ist die Wasserförderung auf langer Wegstrecke, sowie die Förderung aus offenen Gewässern (Teiche, Seen, Flüsse etc.)
► Druckschlauch Druckschläuche gibt es in verschiedenen Größen. Die Einteilung geht von A bis D. Der D-Schlauch hat den kleinsten Durchmesser.  Zum besseren Verlegen sind sie doppelt gerollt. In der Schweiz und bei Werksfeuerwehren in Betrieben mit großer Brandlast verwendet man auch A-Druckschläuche.

 


 

Technische Hilfe - Geräte die hier gezeigt müssen nicht zwangsweise nur für die technische Hilfe eingesetzt werden, sondern können unter umständen auch für andere Einsatzarten eingesetzt werden.

► Halligan-Tool Das Halligan-Tool, auch Hebel- und Brechwerkzeug genannt, ist eine besondere Bauform einer Brechstange. An einem Ende der Stahlstange sind eine Klinge und ein Dorn angebracht, am anderen Ende ein Kuhfuß. Zuerst wird die Klinge oder der Dorn eingeschlagen, falls nötig unter Zuhilfenahme eines geeigneten Schlagwerkzeugs. Dann wird das geschaffene Loch aufgehebelt.

► Motorkettensäge
Gerade bei den Frühjahrs- und Herbststürmen ist die Motorsäge gefragt, damit die von umgestürzten Bäumen blockierten Straßen möglichst schnell wieder freigeräumt werden können.
► Rettungssäge

Es handelt sich um einen besonders kraftvollen Rettungstrennschleifer, der für Rettungs-und Ventilationsöffnungen sorgen und auch das Sägen von Metall, Kunststoffen, Verbundglas und andere Materialen erlauben, die eine herkömmliche Säge nicht zu durchtrennen vermag.

► Twinsaw Rettungsäge

Eine Handkreissäge mit gegeneinander laufenden Sägeblättern. Diese kann auch großflächig besonders Feste Materialien (ausgenommen Beton und Stein) durchtrennen und ist durch ihren funken-und gratarmen Schnitt ein sicheres Rettungsmittel.

► Mehrzweckzug

In Feuerwehrkreisen als Greifzug bekannt ist es ein Gerät zum Heben oder Ziehen von Lasten. Durch die Zugvorrichtung des Mehrzweckzugs wird ein Stahlseil gespannt. Die Zugvorrichtung wird mit dem Lasthaken an einem Festpunkt angeschlagen. Durch das Hebelrohr wird das Seil durch die Zugvorrichtung geführt und somit die zu bewegende Last gezogen oder gehoben. Zu dem Mehrzweckzug gehören Bandschlingen und Schäkel, mit denen die Lasten angeschlagen werden. Üblicherweise hat der Greifzug eine Zugkraft von 1,6 Tonnen.

► Schere&Spreizer Hydraulisches Schneid-und Spreizgerät ist in der technischen Hilfeleistung bei der Feuerwehr heutzutage nicht mehr weg zu denken. Es sind universelle Hilfsmittel wenn es gilt Materialien von großer Stärke zu durchtrennen, zu drücken oder zu spreizen. Angetrieben werden sie über einen Kompressor, welcher einen Druck (700bar) in den hydraulischen Leitungen aufbaut, mit dem die Kraft an die Geräte übertragen wird. Es gibt die hydraulische Rettungsschere, mit der Materialen durchtrennt werden können. Der hydraulische Spreizer kann Materialen Drücken oder Spreizen. Ebenso gibt es Kombigeräte, die Beides beherrschen, aber i.d.R. eine geringere Leistung und Maulöffnung haben. Zudem gibt es einen hydraulischen Pedalschneider, der speziell zum Durchtrennen von Fahrzeugpedalen geeignet ist.

► Rettungszylinder

Rettungszylinder werden auch hydraulisch betrieben. In Baunatal gibt es sie in drei verschiedenen Längen. Zu dem Einsatz von den Rettungszylindern gehört ein sogenannter Schwelleraufsatz. In den meisten Fällen kommen die Rettungszylinder bei Verkehrsunfällen zum Einsatz. Hier eignet er sich hervorragend, um z.B. den Vorderteil eines Fahrzeuges wegzudrücken, um besser an einen Verunfallten im Fahrzeug zu kommen. Durch den hydraulischen Druck werden die Teleskopzylinder ausgefahren und können dadurch auch weitere Wege drücken, als beispielsweise der Spreizer.
► Hebekissen Hebekissen sind Druckluftkissen, mit denen man Lasten anheben kann. Sie werden auch als pneumatischer Hebesatz bezeichnet. Es gibt in Baunatal zweierlei Hebekissen, die jeweils mit Pressluft über eine Pressluftflasche mit einer Steuereinheit und einem Druckminderer bedient werden. Zum einem gibt es die sogenannten Niederdruckhebekissen mit einem Betriebsdruck von 1 bar (runde hohe Kissen) und einer Hubkraft von 1,3 Tonnen bei einer hohen Hubhöhe und die Hochdruck-Hebekissen mit einem Betriebsdruck von 8 bar und einer Hubkraft von bis zu 60 Tonnen bei geringerer Hubhöhe. Diese Kissen gibt es in verschieden Größen und sie sind rechteckig oder trapezförmig.
► Plasmaschneider Dieses Gerät hat in erster Linie die Schneidbrenner im Feuerwehrdienst ersetzt. Dieser war viel umständlicher in seiner Handhabung und war aufgrund der hohen thermischen Energie auch zudem nicht überall einsetzbar. Personen sind wegen der wesentlich geringeren thermischen Energie eines Plasmaschneidgerätes weniger gefährdet. Außerdem entfällt der Transport der Großen Acetylen- und Sauerstoffflaschen. Da heutzutage besonders im Fahrzeugbau immer mehr gehärtete Materialien verbaut werden, kommen hydraulische Schneid-und Spreizgeräte immer öfter an ihre Grenzen. Mit dem Plasmaschneider kann man auch gehärteten Stahl oder auch dicken Baustahl mühelos durchtrennen.
► Stab-Fast Das Stab-Fast Abstützsystem ist ein universelles Dreieck-Stützsystem mit Spannband welches sich zigfach zum Abstützen von Fahrzeugen bewährt hat. Es benötigt keine Pneumatik oder Hydraulik und ist sehr flexibel und schnell einsetzbar.
► Absturzsicherungssatz Nach DIN 14800-17 bestehend unter anderem aus 60m Kernmantelseil, 1 Auffang-und Sitzgurt, 17 Bandschlingen, 16 Karabiner, 1 Nahbereichssicherung, 1 Rettungsschlaufe in einem Transportsack. Für die Sicherung von Feuerwehreinsatzkräften, die Tätigkeiten in absturzgefährdeten Bereichen ausführen müssen, wird ein Gerätesatz Absturzsicherung benötigt. Der Gerätesatz ist auf die Anforderungen der Feuerwehren zugeschnitten.
Er wird in den Bereichen eingesetzt, in denen es aufgrund der Beschaffenheit oder räumlichen Bedingungen zu einem Unfall durch Absturz kommen kann.
Die klassische Feuerwehrleine ist aufgrund ihrer statischen Eigenschaften nicht für diese Anwendungen geeignet
► Dreibein und Rollgliss Kommt bei der Rettung von Personen aus Gruben und Schächten und Silos zum Einsatz. An das Dreibein (tragfähiger Anschlagpunkt) wird die Handseilwinde mit Umlenkrolle gehängt um Personen daran abzuseilen und rauf zu ziehen. Zu dem Rollgliss gehören Auffang-, Halte-und Rettungsgurte, sowie Seile und Gurtbänder, sowie eine Seilstopp-Steigklemme.

 

 


Beleuchtungs- und Signalgeräte

► Flutlichtstrahler

Mit einer Gesamtleistung von 100 Watt kann mit diesem LED-Flutlichtstrahler bei Dunkelheit die Einsatzstelle ausleuchtet werden. Das Stativ kann bis zu 4,5 Meter ausgefahren und mit Erdankern gegen ein ungewolltes umfallen gesichert werden.

► Powermoon Powermoon und LED Flächenstrahler: Diese beiden Leuchtmittel eignen sich hervorragend zur umfassenden und hellen Ausleuchtung der Einsatzstelle. Beim Powermoon handelt es sich um eine teleskopierbare Leuchte (Leuchtballon), die ein weitestgehend blendfreies und Tageslicht ähnliches Licht liefert. Beim LED Flächenstrahler ist eine sofortige volle Leistung auf großflächiger Lichtabgabe bei wenig Stromverbrauch gewährleistet.

 


Gefahrgut

► - Hier folgen demnächst noch einige Gerätschaften

 


Sanitätsmaterial

► Spineboard Spineboard oder auch Rettungsbrett genannt dient zur Rettung von verletzten Personen, bei denen eine Verletzung der Wirbelsäule nicht auszuschließen ist, wie z.B. bei Verkehrsunfällen oder bei Stürzen. So kann ein Patient z.B. aus einem Fahrzeug über das starre Brett achsengerecht und somit schonend zur Wirbelsäule gerettet werden. Es sind im Brett Griffe zum Tragen integriert und mittels den zugehörigen Bebänderungen, kann der Patient auf dem Brett fixiert werden. Zusätzlich gibt es auch gepolsterte Kopffixierungskeile. Aufgrund der Tatsache, dass der Patient einfach auf das Brett zu schieben ist, kann es auch anderweitig, wie z.B. in der Eis-und Wasserrettung Verwendung finden.
► Schaufeltrage Die Schaufeltrage wird ähnlich wie das Spineboard zur Rettung von Personen mit Verdacht auf Wirbelsäulenverletzung eingesetzt. Hierzu werden die zwei Teile der Trage in der Mitte getrennt und unter die Person geschoben und diese somit aufgeschaufelt. Danach werden beide Teile wieder verbunden. Durch diese Technik muss der Patient nicht gehoben oder gezogen werden. In der Länge ist sie verstellbar.

► Schleifkorbtrage
Die Schleifkorbtrage ist im Prinzip eine Rettungswanne, in die ein Patient hinein gelegt wird. Insbesondere in unwegsamen Gelände ist sie eine gute Hilfe, dadurch, dass man sie auf dem Boden schleifend bewegen kann, aber auch mit mehreren Personen, durch die integrierten Griffe auch tragen kann. Zudem bietet Sie auch Platz für Material zur Patientenversorgung, dass aufgrund der Seitenwände nicht so leicht herausfallen kann. Mit Haltegurten kann der Patient an ihr befestigt werden, um ein herausfallen zu verhindern. An den Ösen können auch Seile befestigt werden, so dass auch eine horizontale Rettung aus Höhen und Tiefen möglich ist.

► Notfallrucksack
Für eine erweitere erste Hilfe sind auf den Löschfahrzeugen solch ein Notfallrucksack oder ein Feuerwehrsanitätskoffer vorhanden. Neben dem üblichen Verbandsmaterial sind dort auch Hilfsmittel, wie die Halskrause (Stifnek), Beatmungsbeutel mit Beatmungsmaske, Stetoskop, Sam Splint Schienen u.a. Vereinzelt sind auch externe automatische Defibrillatoren (AED) vorhanden.

► Defibrillator
Der automatisierte externe Defibrillator ist ein Gerät für die Leihenfrühdefibrillation, mit dem man die Herz-Lungen-Wiederbelebung unterstützen kann. Das Gerät führt selbständig nach Auflegen der Elektroden eine Analyse der Herztätigkeit am Patienten durch. Wenn ein Kammerflimmern festgestellt wird, setzt das Gerät selbständig Elektroschocks ab, um den Herzrhythmus wieder zu normalisieren. Die Defibrillation ist die einzige effektive Behandlung von Herzkammerflimmern. Automatisiert bedeutet in dem Fall, dass Gerät arbeitet selbständig und leitet per Sprachbefehl den Bediener an.

 

 


Sonstiges

► Turbotauchpume

Diese Pumpe (richtige Bezeichnung: Turbinentauchpumpe) funktioniert anders als die artverwandte Wasserstrahlpumpe durch zwei getrennte Wasserkreisläufe. Sie wird durch einen Treibwasserstrom angetrieben und hat eine höhere Förderleistung als die Wasserstrahlpumpe. Man braucht zu dessen Betrieb also eine weitere Pumpe, meist eine Feuerwehrkreiselpumpe aus einem Löschfahrzeug. Das zu fördernde Medium wird durch den Saugkorb angesaugt und leitet es über die Kupplung des Abwasserstroms in einen dort angebrachten Schlauch. Oft wird diese Pumpe zum Lenzen bei Hochwasser eingesetzt. Sie kann aber auch als Zubringerpumpe fungieren. Die üblichen Turbotauchpumpen fördern 800 Liter pro Minute bei 8 bar Treibwasserdruck. Für sie ist anders als bei der Elektrotauchpumpe keine elektrische Energie notwendig.

► Elektrotauchpume

Wie der Name es schon sagt, wird diese Pumpe elektrisch betrieben und in das Schmutzwasser hineingesetzt um dieses zu fördern. Ein Förderstrom von 400 Liter pro Minute ist bei diesen Geräten standart.

► Chiemseepumpe

Die Chiemseepumpe ist eine Schmutzwasserpumpe oder auch Hochwasserschutzpumpe. Sie ist eine Hochleistungspumpe, die bis zu 2500 Liter pro Minute an Schmutzwasser fördern kann und zugleich einen Verstopfungsschutz hat. Angetrieben wird sie elektrisch, i.d.R. über ein Stromerzeuger.

► Wassersauger Der Wassersauger leistet nach Überschwemmungen in Gebäuden großartige Dienste. Wie ein Staubsauger Staub saugt, so saugt der Wassersauger Wasser vom Fußboden auf und kann es mittels Schlauch gleich ins freie befördern.
► Schlauchbrücke Über einen Feuerwehrschlauch darf auf keinen Fall ein Auto oder gar ein Lastwagen fahren. Bei den Schlauchbrücken liegen bis zu zwei Schläuche zwischen einer Rampe aus Holz. Die Autos fahren dann über die Rampe ohne den Schlauch zu beschädigen.
► Pressluftatmer Ein Pressluftatmer ist ein Gerät, mit der ein Feuerwehrangehöriger umluftunabhängig Atmen kann. In der gelben Flasche, die auf der Trägerplatte montiert ist befindet sich komprimierte Atemluft, mit der der Feuerwehrangehörige Atemluft für ca. 20-30 min hat. Die dazugehörige Atemschutzmaske wird über das Gesicht gezogen und mit Hilfe von Mitteldruckleitungen an die Atemluftflasche angeschlossen. Der Pressluftatmer dient dazu, sich vor giftigen Rauch oder Dämpfen zu schützen.
► Fluchthaube Die Brandfluchthaube ist eine Kopfschutzhaube aus Gewebe mit einem Mehrbereichsfilter. Bei Bränden in Gebäuden kann sie zu rettenden Personen aufgezogen werden, um diese vor Brandrauch schützt. Sie schützt vor Rauchgasvergiftungen indem sie mit ihrem Filter gefährliche Rauchgase herausfiltert. Da Sauerstoff in der Atemluft benötigt wird, ist sie ein atemluftabhängiges Atemschutzgerät.
► Stromerzeuger Stromerzeuger in der Feuerwehr sind fast auf jedem größeren Fahrzeug der Feuerwehr verlastet. Hauptsächlich dienen diese zum Betreiben von Lichtmasten oder Geräten unabhängig vom normalen Stromnetz. Stromerzeuger gibt es in verschiedenen Leistungsklassen, die je nach der Beladung des jeweiligen Fahrzeugs angepasst ist.
► Durckbelüfter Der Druckbelüfter wird dazu genutzt um Räume rauchfrei zu bekommen. Oder um z.B. Rettungswege rauchfrei zu halten. Der Lüfter wird meistens an eine Abluftöffnung gestellt und eine zweite Öffnung wird z.B. durch öffnen eines Fensters, geschafften um den Rauch aus den Räumen zu drücken. Die meisten Druckbelüfter haben einen eigenen Benzinmotor, welcher den Lüfter antreibt. Neben einem Benzinmotor gibt es ebenfalls Lüfter, die mit einem Elektromotor betrieben werden können oder mit Wasserkraft.
► Rauchverschluss Der Mobile Rauchverschluss ist mittlerweile in jedem Stadtteil auf einem Löschfahrzeug vorhanden. Durch ihn kann im Brandfall eine Rauchausbreitung im Gebäude verringert werden und somit Menschenleben retten und Rauchschäden reduzieren. Der Stoff ist um eine teleskopierbare Stange vernäht, welche in einen Türrahmen eingesetzt werden kann. Besonders bei Türen die für die Menschenrettung oder Brandbekämpfung geöffnet werden müssen, kann wirksam eine Rauchausbreitung verringert werden.